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Weil in diesem Jahr besonders viel Schnee gefallen ist, waren die Nachwirkungen, d. h. die Schneeschmelze, besonders verheerend. So berichtete unser Starreporter Manfred Huber aus Tettenborn, dass er mit einigen anderen Leuten bei einer feucht-fröhlichen Grillparty urplötzlich von einer haushohen Welle erfasst und gluckernd weggeschwemmt wurde. Dies geschah folgendermaßen:

Zuerst hörte man nur in den oberen Harzregionen ein leichtes Rauschen und Dröhnen. Dann sah man plötzlich Rehe, Hirsche und anderes Wild, das aus Richtung Braunlage kam, nach Walkenried flüchten. Alsbald zog ein orkanartiger Sturm auf, der, wie Manfred Huber berichtete, die gesamten Grillspezialitäten mit sich riss. Erschreckt suchten die Partygäste Schutz in den tieferliegenden, neben dem Grillplatz gelegenen Bach. Doch das war ihr Verhängnis, denn gerade wollte Erich Krüger, ein guter Bekannter von Manfred Huber, sich heimlich an das durch den Bach gekühlte Bier heranmachen, als auf einmal eine riesige Wassermenge auf die Grillfreundigen einschlug. Erich Krüger wußte nicht, wie ihm geschah, als er sich mit einem Mal unter Wasser mit den anderen wiederfand. Leider, so teilte er später mit, konnte er die Bierflasche nicht austrinken, da er sie verlor. Das Chaos wurde perfekt, als auch noch die heißgegrillten Würstchen und die Gartenmöbel hinterherschwammen.  Der Strom legte sich dann langsam, als er bei der Papierfabrik "Sachsaer Verpackung" ankam. Dort flossen sie allesamt in die "Wieda" hinein, die sie mit hoher Geschwindigkeit mit transportierte. Die rasante Tour endete am Freizeitzentrum Walkenried, wo sie an Land gespült wurden.

Nun wollte Manfred Huber endlich ein Bild knipsen, doch in seiner Kamera stand das Wasser. Triefend nass eilte er in unsere Redaktion, wo er eine neue Kamera erhielt. Wieda war für mehrere Wochen nicht bewohnbar, da alles zu einem einzigen See geworden war. Tote gab es nicht zu beklagen, aber die Wiedaer beschwerten sich, dass sie unvorhergesehen in Walkenried aufwachten.

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