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Der hilfsbereite Manager

Einmal hatten wir eine Pizza Diavolo von unserer Auftrags­pizzeria bekommen, und ich ahnte schon, dass dies ein schlechtes Zeichen war, denn solche Pizzen wiesen immer auf schwierige und hochgefährliche Aufträge hin. Und tatsächlich war das so einer, wir sollten nämlich mit zwei weiteren Agenten einen Manager beschützen, der sich für unsere Firma und gegen SAPP entschieden hatte, und ihn vom Flughafen heil in unser Büro bringen, wo der Vertrag unterzeichnet werden sollte. Larry hatte ich den Auftrag geben, eine Route zu suchen, wo wir keinem SAPPler begegnen würden. Es kam natürlich, wie es kommen musste, auf halben Wege standen wir plötzlich einer Horde SAPP-Jungs gegenüber. Zum Glück waren sie nicht mehr als wir und der Manager bot sich an, uns zu helfen. Was wir damals noch nicht wußten: Er war kurzsichtig, und in der darauffolgenden Auseinandersetzung traf er natürlich immer den falschen, denn weil er seine Brille verloren hatte, konnte er nicht erkennen, wen er gerade erwischt hatte. Schließlich standen nur noch Larry und ich der doppelten Anzahl der SAPPler gegenüber und auf verlorenem Posten. Es hätte übel ausgehen können, Larry wußte auch schon nicht mehr, wo ihm der Kopf stand, bis ich es in letzter Sekunde schaffte, ihren Projektor in meine Gewalt zu bringen. Nichts fürchten die SAPP-Jungs ja mehr, als wenn ihr Projektor plötzlich nicht mehr geht, weil sie dann niemandem mehr anhand ihrer Folien zeigen können, daß ihre SAPP-Software die Welt rettet. Sie flehten mich also an, den Projektor zu verschonen, doch ich gab ihn erst dann zurück, nachdem sie den Manager und unsere beiden anderen Kollegen eigenhändig ins Büro getragen hatten. Larry konnte sich nicht erklären, wieso uns die SAPPler aufgelauert hatten, dabei hatte er allerdings übersehen, dass seine Route gerade an einer Messe vorbeiführte. Und diese hieß zufällig SAPPphire.

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